Die Bedeutung des Faktors „Zeit“ in der Strukturellen Körpertherapie von Andreas Lutz
Eine Besprechung der SKT Expertise zur Zertifizierung von Andreas Lutz / Würzburg
In der sehr interessanten Ausarbeitung über das Phänomen „Zeit”, wird deutlich wie Zeit und Geschwindigkeit zusammengehören. In einer Allergorie führt der Autor die Leser zu einem Vergleich unterschiedlicher Reisegeschwindigkeiten.
Wir können zum Zielort mit einem schnellen Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuss kommen. Bei dem Vergleich wird uns bewusst wie unterschiedlich „Zeit” erfahren wird. Auch in unserer SKT Arbeit erleben wir die unterschiedlichen Zeitqualitäten. Berühren wir einen Körper zu schnell, tauchen reaktive Kontraktionen im Muskelgewebe auf. Erst eine langsame und achtsame Berührung eröffnet uns eine tiefe Berührung und die Möglichkeit mit den formgebenden Strukturten in Kontakt zu kommen.
Der Autor weist uns daraufhin, dass ein “zeitorientiertes” Vorgehen auch in der Begegnung mit den acht Charaktestrategien, wie sie auch in der Hakomi Methode beschrieben werden, wichtig ist. Hierdurch wird ein Kontakt zu den unterschiedlichen Beziehungsstrategien erst möglich – eine Feststellung, die der Autor im nächsten Kapitel auch auf die Arbeit mit Stress- und TraumaSymptomen anwendet. Der Autor unterstreicht die Bedeutung des
„Working Windows”, also die Steuerung von Energie- und Informationsintensitäten in einer Weise, dass die Selbstregulation und damit die Lösung von Symtomen ermöglicht. Abgeschlossen wird die Expertise zum Thema „Zeit” mit der Betrachtung des Zeitmannagements innerhalb der therapeutischen Praxis.
Es lohnt sich die Arbeit zum Anlass zu nehmen, um weiterführende Überlegungen für die SKT anzustellen. Sowohl die Betrachtung der „Zeit” orientierten Methoden ( Wie können wir „Vergangenheit” bzw. „Zukunft” so organisieren, dass wir mehr präsent sind ?), als auch die Analyse der „Raum” orientierten Ansätze ( Wie organisieren wir uns im Raum ?), führt uns zur zentralen Kernaussage der SKT. Erst in der Verbindung von „Zeit” und „Raum” durch die gleichzeitige Arbeit am Faszien- und Nervensystem erhalten wir eine befriedigende Antwort auf die Frage, ob die neugewonnene Aufrichtung auf Dauer ist.
Mit der Vorstellung der Arbeit von Andreas Lutz begrüsse ich einen neuen zertifizierten SKT Therapeuten in unseren Reihen und ich wünsche ihm viel Freude und Erfolg bei seiner spannenden Tätigkeit.
dr.herbert grassmann
Institut für Strukturelle Körpertherapie Nbg. 27.6.07
P.S. Die vollständige Expertise können Sie über den Autor (Andreas Lutz Tel: 0931-45 29 299) oder über das SKT Institut bekommen.