DGK Kongress in Berlin 22.9.07 um 14:30-16:00 (W 49)

Text der Workshopankündigung (Herbert Grassmann)
TraumaSomatics -die Reorganisation des Körpergedächtnissystems

Die Erkenntnisse aus der Neuropsychologie und aus neueren Modellen der Traumatherapie erklären uns Wege einer „somaorientierten” Traumalösung.  Der methodische Ansatz der TraumaSomatics ® macht sich die Tatsache zu nutze, dass wir ein Gedächtnissystem haben, dass in Semantische-, Ereignis- und Gewohnheitserinnerung unterschieden werden kann. Das therapeutische Ziel besteht darin, diese Erinnerungssysteme voneinander zu isolieren, um individuell damit zu arbeiten. In der Praxis zeigt sich, dass auf dieser Weise die Symptome einer traumatisierenden Erfahrung durch die Reorganisation des Körpergedächtnissystems gelöst werden können.

Dazu tragen neben der Entspannung des Nervensystems auch die im therapeutischen Prozess in den Körperstrukturen ablaufenden Veränderungen bei. Ein wesentliches Kennzeichen der therapeutischen Methodik ist die Arbeit mit der Körperempfindungsebene und mit den Erinnerungssystemen. Dabei spielt die Arbeit mit der Ereigniserinnerung über das Körpergedächtnis eine wichtige Rolle für die Integration des Traumas.
Das psychische Heilungssystem ist ein aktives System. Es versucht solche emotionalen Ordnungsmuster zu bevorzugen, die ein harmonisches spannungsfreies Ganzes und damit eine Persönlichkeit ergeben. Der Therapeut ist dabei ein notwendiger Begleiter und Zeuge, ausgestattet mit der Fähigkeit in Resonanz zu gehen. Dadurch entsteht ein therapeutisches Feld: Raum für Entlastung und Heilung.

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